Wir über uns

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SCHULE FÜR KRANKE
– ein guter Gedanke

Wer sind wir?

Unsere Schule ist eine staatliche Schule unter der Trägerschaft der Stadt Erlangen.

Unterrichtet werden bei uns über 90 Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Jahrgangsstufen:
Grundschule
Hauptschule / Mittelschule
Realschule
Gymnasium
Förderschule
Berufliche Schulen
Sonstige Schulen

Wer unterrichtet hier?

Unser Kollegium ist genauso vielschichtig wie unsere Schülerschaft: Grund- und Hauptschullehrerinnen, Realschul- und Gymnasiallehrerinnen sowie Sonderschullehrer.

Pädagogische Schwerpunkte

Unsere Schülerpatienten erhalten vorrangig Unterricht in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen. Aber auch naturwissenschaftliche Fächer und musische Themenbereiche haben ihren festen Platz.

Wie man zu uns kommt?

Der Anlass ist an sich kein erfreulicher, denn alle unsere Schülerinnen und Schüler haben einen gemeinsamen Grund für den Schulbesuch bei uns:

Sie sind krank und liegen in einer der Erlanger Universitätskliniken. Wenn uns eine Station die Aufnahme meldet und aus gesundheitlichen Gründen einem Unterricht nichts (mehr) im Wege steht, kann es losgehen:

Eine Lehrkraft unserer Schule nimmt den ersten Kontakt auf, bespricht die Wünsche und Möglichkeiten und stellt das Schulprogramm zusammen. Gleichzeitig wird die Stammschule des Schülers angeschrieben und um Unterstützung gebeten: Bücher und Arbeitsblätter, Unterrichtsvorhaben und andere wichtige Dinge sollten uns regelmäßig zugeschickt werden.

Eine umfassende Information können Sie hier direkt herunterladen:

 

Die Schulen für Kranke in Bayern


Aus der Schulgeschichte

Bereits im Jahre 1961 hat der damalige Sonderschullehrer und spätere Universitätsprofessor Dr. phil. Herwig Baier stundenweise und auf Drängen der Kinderklinik Unterricht erteilt. Nachdem keinerlei Rechtsrahmen vorhanden war, sind diese Angebote nach 1963 wieder eingeschlummert.

Im Rahmen der Aktion „Kind im Krankenhaus“ wollte Frau Bock, unsere erste Kollegin, im Frühjahr 1976 Kinder auf der Orthopädischen Kinderstation des Waldkrankenhauses in Erlangen besuchen. Prof. Weseloh, der damalige zuständige Oberarzt, erklärte: „Besuche sind für unsere Kinder, die von weit her kommen, schon gut. Aber mir liegt sehr am Herzen, dass die Kinder Unterricht erhalten und den Anschluss an die Arbeit in der Schule bekommen.“

Dieser grundsätzliche Gedanke erschien ihr so wichtig, dass sie ihn dem damaligen Schulrat Hauenstein vorstellte. Er griff die Anregung auch für die anderen Erlanger Kliniken, die Kinder behandelten, auf.

Ein Erlass des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus aus dem Jahre 1977 schuf mit seinen „Vorläufigen Richtlinien für den Krankenhausunterricht“ die Voraussetzung dafür.

So begann nach Frau Bock, die seit 1977 auf der Orthopädischen Kinderstation des Waldkrankenhauses arbeitete, 1978 eine Lehrerin auf der Kinderstation der Chirurgie und eine weitere an der Kinderklinik zu unterrichten. Anfangs waren es immer nebenberufliche Lehrkräfte, die nur zwölf Stunden pro Woche arbeiten durften. Das führte dazu, dass die Lehrkräfte häufig wechselten.

Als Prof. Dr. Stehr Direktor der Universitätskinderklinik wurde, beantragte er eine hauptamtliche Lehrkraft, die sich durch Fortbildungen über die verschiedenen Krankheitsbilder informieren und somit über die Belastbarkeit der Kinder besser Bescheid wissen sollte. So kam es, dass Frau Müller im Schuljahr 1980/81 als erste hauptamtliche Lehrerin zu arbeiten begann. Sie stellte bald fest, dass sie allein die große Zahl der schulpflichtigen Kinder (es waren damals an der Kinderklinik im Durchschnitt 24 Kinder im Einzelunterricht oder in Kleingruppen zu betreuen) nicht zufriedenstellend unterrichten konnte und bat deshalb um Verstärkung. Der Bitte wurde entsprochen und so kam bereits im Mai 1981 Frau Sontheimer, eine weitere hauptamtliche Lehrkraft, an der Kinderklinik dazu.

Auch die anderen Erlanger Kliniken forderten zunehmend Unterricht für ihre schulpflichtigen Kinder an, so dass immer mehr Lehrkräfte erforderlich waren. Vor allem als 1988 die Kinder- und Jugendpsychiatrie neu eingerichtet wurde, war eine Verstärkung der Lehrpersonals notwendig. So kamen auch Gymnasial-, Realschul- und Förderschullehrkräfte dazu.

Organisatorisch waren die Krankenhauslehrer anfangs der Loschgeschule, ab 1984 der Jean-Paul-Schule zugeordnet. 1990 hat dann der Stadtrat Erlangen beschlossen, die Trägerschaft für eine eigenständige Schule für Kranke zu übernehmen, die noch im gleichen Jahr durch die Regierung von Mittelfranken genehmigt worden ist und im September 1990 offiziell ihre Betrieb aufnehmen konnte.